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Bürgermeisterbrief Monat März

Geschrieben von Tourist-Info am 07.03.18 um 15:23 Uhr
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Liebe Schmiedefelderinnen und Schmiedefelder,

welch herrliche Wintertage dürfen wir gerade erleben. Sogar die Sonne hat den Weg in den Thüringer Wald gefunden. Leider wird in Bezug auf die Gebietsreform versucht diese Schönwetterlage durch ein Tiefdruckgebiet namens „Landkreis“ einzutrüben.

Die Diskussionen um die Sparkassenfiliale und auch um die Schule seitens des Landkreises betrachte ich sehr kritisch, da hier meiner Meinung nach die Verunsicherung der Bevölkerung und nicht Problematisierung von Sachthemen im Vordergrund steht. Die Sparkassenversorgung wird auf jeden Fall gewährleistet sein. Es ist eine Aufgabe für die beiden beteiligten KSK Rhön-Rennsteig und KSK Ilmenau-Arnstadt, die diese auch wahrnehmen werden. Dies bestätigte mir auch der Vorstandsvorsitzende der KSK Ilmenau Herr Jakob im persönlichen Gespräch. Grundlage für die Lösung wird das Sparkassengesetz sein.

In Bezug auf die Schule wird argumentiert, dass ohne die Stützerbacher und Frauenwälder Schüler der Standort Schmiedefeld gefährdet ist. Diese Sichtweise kann ich nicht teilen. Wir werden zusätzliche Schüler aus Suhl in Schmiedefeld beschulen, weil der Gastschülerstatus wegfällt und die Schule einen guten Ruf bei den Eltern hat. Die Argumentation, dass der Ilm-Kreis genügend Schulplätze für die Frauenwälder und Stützerbacher hat, verkennt, dass die Fahrzeiten des IOV für Frauenwälder Schüler die doppelte Fahrzeit ergeben, so dass diese täglich eine halbe Stunde mehr für den Schulweg ergeben, abgesehen davon, dass auch die sozialen Kontakte unter den Schülern schwieriger zu pflegen sind. Wir sollten auch in dieser Frage die Kinder nicht aus den Augen verlieren, sondern als wichtigen Aspekt unter dem Motto „Kurze Beine – kurze Wege“ sehen. Ich halte es für wichtig, dass wir diese polarisierenden Diskussionen beenden und stattdessen im Interesse der Bevölkerung und der Kinder an konstruktiven Lösungen kooperativ und sachlich orientiert arbeiten.

In diesen Detaildiskussionen geht jedoch für mich der eigentlich entscheidende Kern der Problematik verloren. Wo ist unser Partner im Ilm-Kreis? Es gibt und gab nie einen. Die Stadt Ilmenau hat eine Eingemeindung von Schmiedefeld stets kategorisch abgelehnt. Frau Landrätin Enders war bei einem Teil der Gespräche mit Herrn OB Seebers dabei und hat in diesem Zusammenhang auch immer betont, dass sie diesen Prozess nur begleiten kann und Ilmenau in seinen Entscheidungen autonom ist.

Wir haben das Thema sowohl im Gemeinderat, in einer sehr gut besuchten, sachlichen Einwohnerversammlung und in Informationen im Amtsblatt gründlich aufgearbeitet und demokratisch eindeutig entschieden. Den Willen der Bevölkerung und der einstimmig gefällten Entscheidung des Gemeinderates gilt es auch zu respektieren. Von daher habe ich als Bürgermeister kein Mandat, die Thematik neu aufzurollen, zumal es keine neuen Fakten gibt. Frau Landrätin Enders wurde von mir auch immer wieder im persönlichen Gespräch über den Stand der Beratungen informiert, weil es mir wichtig war den Landkreis transparent in den Prozess einzubinden. Der Vertrag mit Suhl ist unterzeichnet. Er ist in einem kooperativ kritischen Prozess erarbeitet worden und enthält die wesentlichen Punkte, die unsere Zukunft sichern werden.

Die Entscheidung zur Eingliederung fällt der Landtag per Gesetz. Hierzu ist der Kreis anzuhören. Ich gehe davon aus, dass die Entscheidungsträger in Erfurt zu Ihren Aussagen stehen und uns den Weg nach Suhl zum 1.1.19 ermöglichen. Mir liegen keine anderen Informationen vor.

Keine Eingliederung nach Suhl bedeutet, dass die VG Rennsteig weiterhin besteht und auch Stützerbach und Frauenwald nicht nach Ilmenau können. Dies ist nicht in unserem Interesse. Wir befinden uns als Ort in einer guten Entwicklung (attraktive Winterwelt, Stärkung des Tourismus, gute Infrastruktur), die es weiter zu fördern gilt. Hierzu benötigen wir einen starken Partner, den wir in der Stadt Suhl haben.

Fazit: Lassen Sie sich nicht verunsichern, für uns stehen die Sachthemen im Vordergrund und wir haben die Unterstützung der Landesregierung zu diesem Weg.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit

Ihr Reinhart Pulvers

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