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"Fritz-Arno-Wagner-Straße" - Begriffsklärung

Geschrieben von Tourist-Info am 29.05.19 um 14:01 Uhr
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Zur Umbenennung der Bahnhofstraße in Fritz-Arno-Wagner-Straße

Fritz Arno Wagner – geboren am 5.12.1884 in unserem Schmiedefeld am Rennsteig.

 Der ein oder andere mag schon von ihm gehört oder gelesen haben. Er war in den Anfängen des deutschen Films ein äußerst namhafter Kameramann und hat mit den besten Regisseuren seiner Zeit, wie Friedrich Wilhelm Murnau, Fritz Lang und Georg Wilhelm Pabst, gearbeitet. Unter seiner Kameraführung sind Filmeklassiker mit historischem Weltruhm entstanden. Es sind Stummfilme, wie „Nosferatu – eine Sinfonie des Grauens“ (1922-Murnau) und „Der müde Tod“ (1921-Lang). Eine restaurierte digitale Fassung von „Der müde Tod“ erlebte bei der 66. Internationalen Filmfestspielen Berlin - der Berlinale - im Jahre 2016 eine Welterstaufführung.

In frühen Zeit des Films, als auch in der Filmkunst der Expressionismus Einzug hielt, kam der Kameraführung als künstlerisches Ausdrucksmittel besondere Bedeutung zu.  So wurde mit hartem Kontrast von Licht und Schatten gearbeitet. Ausgefallene Kamerafahrten, eigentümliche Point-of-View-Einstellungen und Überblendungen, sowie Kamera-Unschärfen waren die filmsprachliche Mittel.

Auch bei Fritz Langs erstem Tonfilm „M“ führte F.A. Wagner die Kamera. Dieser gilt unter Filmsachverständigen als das wichtigste Werk der deutschen Filmgeschichte. In einer der bedeutendsten französischen Filmzeitschriften wurde dieser Film im Jahre 2008 auf Platz 6 der besten Filme aller Zeiten geführt und als bester deutscher Film.

Mit dem Ziel einer verbesserten schulischen Vermittlung von Filmkompetenz erstellte die Bundeszentrale für politische Bildung 2003 einen Filmkanon von 33 Spielfilmen. Dazu gehören auch „M“ und „Nosferatu“.

Ohne hier alle, teilweise auch sehr bekannte Filme aufzuführen, sei noch erwähnt, das F.A. Wagner auch bei den sehr bekannten Filmen der Nachkriegszeit „Hochzeit auf Immenhof“ und „Ferien auf Immenhof“ mitwirkte.  Unseren Senioren sind diese Filme noch als Montag-Abend-Film des DDR-Fernsehens in bester Erinnerung. Bei den Drehs zu den zahlreichen Filmen hatte er so manch einen der bekanntesten deutschen Schauspieler vor seiner Linse, wie beispielsweise: Theo Lingen, Gustaf Gründgens, Adele Sandrock, Steffi Spira, Paul Hörbiger, Hans Moser, Hans Söhnker, Curd Jürgens, Heinrich George, Grethe Weiser, Klaus Kinski, Loriot und Heidi Brühl.

Fritz Arno  Wagners  Arbeit hinter der Kamera nahm ein unglückliches Ende. Während Dreharbeiten bei Göttingen stürzte er vom Kamerawagen. An den Unfallfolgen verstarb Wagner am 16. August 1958.

Wer mehr erfahren möchte, bei welchen Filmen der Sohn unseres Heimatortes mitgearbeitet hat, wird bei der Suche im Internet fündig. 

Zum Beispiel bei diesen Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Arno_Wagner

http://www.imdb.com/name/nm0005922/

 

Dr. Micheal Domhardt

 

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